Der Magier im Kreml

DerMagierimKreml_PosterNach dem Zusammenbruch der UdSSR wird der ehemalige Künstler und Reality-TV-Produzent Vadim Baranov zum Spindoktor eines aufstrebenden KGB-Agenten, Wladimir Putin. Jahre später bricht er schließlich sein Schweigen und enthüllt die Machtmaschinerie, die er selbst mitgeschaffen hat. Ein spannendes politisches Intrigenspiel, das vor dem Hintergrund aktueller politischer Spannungen und medialer Manipulation besondere Brisanz gewinnt und dessen Auswirkungen bis in die heutige Zeit spürbar sind – DER MAGIER IM KREML lässt tief in die Strukturen der Macht blicken.

Text, Bild & Trailer: Constantin Film

Regie: Olivier Assayas
Darsteller: Paul Dano, Jude Law, Alicia Vikander, Tom Sturridge, Will Keen
Jahr: 2026
Land: France, USA, Great Britain
Homepage: https://constantin.film/kino/der-magier-im-kreml/
IMDb: https://www.imdb.com/de/title/tt32386654

Gesehen am: 15. April 2026 im Kant Kino

(3 Bewertungen, Durchschnitt: 2,67 von 6)
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3 Antworten

  1. Deichgraf sagt:

    Die Darstellung Putins als mehr oder weniger selbstloser russischer Patriot gerät viel zu positiv. Ansonsten wirkt der Film über weite Strecken zu belehrend und hat dennoch nicht viel Neues zu bieten.

  2. beco sagt:

    Kann mit dem Film nicht viel anfangen, für mich weder Fisch noch Fleisch.
    Der Magier bleibt blass, ist ja für einen Mann im Hintergrund möglicherweise nützlich, aber welche Bedrohung geht von ihm aus? Warum wird er umgebracht? Warum mit welchen Intentionen gibt er sein Wissen (?) über die Geschehnisse im Kreml weiter. Brisant sind diese Informationen nicht. Dass Putin Russland in den zaristischen Grenzen wiederherstellen will, ist mehr oder weniger Allgemeinwissen und auch über Putin erzählt der Film nichts Neues und bleibt höchstens beschreibend.
    Weder Doku noch Drama, weder Thriller noch Action, eine recht nüchterne Betrachtung ohne Erkenntnisgewinn der Geschehnisse in Russland nach Jelzin.
    Noch annehmbar

  3. Helix sagt:

    „Der Magier im Kreml“ (Frankreich/USA 2025, Regie: Olivier Assayas)
    Kinostart Deutschland: 9. April 2026 — Weltpremiere: Venedig 2025

    Besetzung
    Paul Dano spielt den undurchsichtigen Vadim Baranov, Jude Law verkörpert den jungen Wladimir Putin, Alicia Vikander die Performancekünstlerin Ksenia, Will Keen den Oligarchen Beresowski, Tom Sturridge und Jeffrey Wright runden das Ensemble ab.

    Inhalt

    Der Film erzählt die fiktive Lebensgeschichte von Vadim Baranov, der in den Wirren der frühen 1990er-Jahre vom jungen Künstler zum einflussreichen Politikberater aufsteigt. Jahre später berichtet der zurückgezogen lebende Baranov in Moskau einem Schriftsteller von seinem Weg in die Politik, seinen moralischen Entscheidungen und den gefährlichen Versuchungen der Macht. Im Zentrum steht seine Beziehung zu einem jungen Wladimir Putin, dessen Aufstieg er maßgeblich begleitet.

    Die Figur des Baranov ist an den realen Putin-Chefideologen Wladislaw Surkow angelehnt — jenen Mann, der Russlands politisches Spektakel als Regisseur im Verborgenen jahrelang inszeniert hat.

    Der Film hat eine verschachtelte Erzählstruktur: Der Sachbuchautor Rowland trifft 2019 in Moskau den zurückgezogen lebenden Baranov. Dieser übernimmt die Funktion des Erzählers, und gelegentlich kehrt der Film zu den beiden zurück — beim Teetrinken, beim Spaziergang in der Winterlandschaft.

    Kritik

    Der Film ist gespalten — in eine starke erste und eine schwächere zweite Hälfte.

    In der Darstellung von Russland in den 1990er Jahren spielt Assayas all seine Fähigkeiten aus: Aufbruchstimmung, Freiheitsdrang, eine Generation, die das herrschende System ablehnt. Hier findet er mit seinem Kameramann Yorick Le Saux beeindruckende Bilder für das Gefühl, dass eine „neue Welt“ möglich sei.

    Der Film ist kein Film über Putin im engeren Sinne, sondern über die Erfindung von Macht — und über jene, die glauben, sie kontrollieren zu können, bis sie selbst Teil ihrer Illusion werden. Das ist ein starkes Konzept.

    Doch dann lässt die Umsetzung nach. In der Schilderung der weiteren Jahre und Ereignisse driftet der Film mehr und mehr in ein bloßes Abhaken von Vorkommnissen ab: das Sinken der Kursk, die Maidan-Revolution, Pussy Riot, die Nachtwölfe. All das ist weder analytisch genug aufbereitet, um erhellend zu sein, noch ausreichend pointiert, um als Satire zu funktionieren.

    Kritikerin Christine Hamel bemängelt, das Konzept gehe nicht auf, da der Film sich bisweilen in Klischees von Kaviar, Kasatschok und Kälte verheddere — und zu artig sei, um der russischen Wirklichkeit beizukommen.

    Die Geschichte hätte man besser als Miniserie erzählen können; bei 145 Minuten Laufzeit bleibt trotzdem noch viel Potenzial ungenutzt.

    Was bleibt: Paul Danos Spiel bietet keine emotionalen Ausbrüche, verkörpert aber das Nüchterne und Kalkulierende Baranovs vortrefflich — man kann ihm ständig beim Denken zusehen. Und Jude Law als Putin ist erschreckend glaubwürdig; der Film ist durchzogen von realen Dokumentaraufnahmen, und man könnte meinen, Laws Putin gehöre auch dazu.

    Fazit: Ein politisch relevanter, handwerklich solider Film mit einem exzellenten Ensemble — aber einer, der den Mut seines Sujets nicht ganz einlöst. Wer sich für Russlands Weg in den Autoritarismus interessiert, bekommt viel Material. Wer einen analytisch scharfen oder satirisch bissigen Film erwartet, wird enttäuscht.

    Quellen:
    KINO – https://www.kino.de/film/der-magier-im-kreml–01KECCC7F6THEBSYK78BH21S6X
    FILMSTARTS.de – https://www.filmstarts.de/kritiken/1000005026.html
    Kino-Zeit: https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/der-magier-im-kreml-2025
    Artechock – https://www.artechock.de/film/text/kritik/m/maimkr.htm
    Wikipedia – https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Magier_im_Kreml
    Moviejones – https://www.moviejones.de/filme/51485/the-wizard-of-the-kremlin.html

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